Teilstudium
Das Auslandssemester
Unter den vielen verschiedenen Möglichkeiten, ist ein Auslandssemester sicherlich die unkomplizierteste, wichtige Auslandserfahrungen zu sammeln. Dabei gibt es drei gängige Varianten. Für welche man sich entscheidet, ist Geschmackssache.
Nur in wenigen Studiengängen ist ein Auslandssemester von vorn herein vorgesehen und verpflichtend. Gerade das Bachelor-Studium ist oft strikt durchgeplant. Die Zeit ist also knapp, wer während des Bachelor-Studiums ein Semester ins Ausland will, muss sich frühzeitig um die Organisation kümmern. Experten raten, etwa ein Jahr zuvor mit der Planung des Auslandssemesters zu beginnen. Wer sich beeilt, schafft die Vorbereitung aber auch in einem halben. Zu Beginn sollte aber immer eine grundsätzliche Entscheidung stehen: wie möchte ich mein Auslandssemester gestalten? Mit einem Austauschprogramm, in Eigenregie oder als Open-Semester-Program?
Auslandssemester mit einem Austauschprogramm
Das bekannteste Austauschprogramm ist ERASMUS. Die meisten Studierenden gehen mit einem solchen Austauschprogramm ins Ausland. Das ist sicherlich der einfachste und günstigste Weg. Der Vorteil: zwischen den deutschen Unis und Hochschulen im Ausland gibt es Abkommen, für Studierende, die mit einem solchen Austauschprogramm ins Ausland gehen, auf Studiengebühren zu verzichten und Scheine anzurechnen. Zudem bieten die Austauschprogramme intensive Unterstützung für den gesamten Aufenthalt und direkten Kontakt zu anderen Austauschstudenten. Genaue Informationen geben die akademischen Auslandsämter an den deutschen Universitäten. Die Zahl der Bewerber übersteigt allerdings meistens die Kapazitäten der Programme. Um einen Platz zu ergattern, muss man ein Bewerbungsverfahren durchlaufen und sehr gute Noten vorweisen können.
Auslandssemester selbst gemacht
Alternativ lässt sich das Auslandssemester natürlich auch selbst organisieren. Das bedeutet natürlich einen größeren Aufwand, dafür gibt es aber keine Einschränkung bei der Wahl des Landes, der Uni und der sonstigen Gestaltung des Auslandssemesters. Die Chancen gerade an renommierteren Hochschulen angenommen zu werden sind als nicht gerade hoch. Da es häufig festgelegte Stundenpläne gibt, besteht zudem die Gefahr, dass sich Scheine nicht anrechnen lassen, weil sich die Kurse nicht passend für den eigenen Fachbereich wählen lassen.
Auslandssemester mit Open-Semester-Programs
Gastsemester – sogenannte Open-Semester-Programs oder Study Abroad Programs – sind eine interessante Alternative zum selbstorganisierten Auslandssemester. Üblich sind sie vor allem im englischsprachigen Ausland, aber auch zum Beispiel in Spanien. Im Gegensatz zu einer regulären Bewerbung an einer ausländischen Uni, gibt es bei diesen Programmen vereinfachte Bewerbungsverfahren und vergünstigte Konditionen. Außerdem gibt es für Studenten im Auslandssemester die Möglichkeit einer flexiblen, fach- und semesterübergreifenden Kurswahl, so dass die Studienleistungen in der Heimatuni angerechnet werden können.


