Integrierter Auslandsaufenthalt
Auslandssemester inklusive
In Zeiten von Bachelor und Master ist das Studium komplett durchstrukturiert. Wo passt da noch ein Auslandssemester in den straffen Zeitplan? Am besten ist es, wenn der Auslandsaufenthalt von vorn herein in den Studienverlauf integriert ist.
Der europäische Hochschulraum wächst zusammen: Internationalisierte Hochschulabschlüsse, Credit Points und Module sollen den Austausch zwischen den Universitäten in Europa erleichtern. Der Haken an der Sache ist: Die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge sind häufig bis ins Kleinste durchstrukturiert – ein Auslandsaufenthalt würde das System von aufeinander aufbauenden Modulen schlichtweg sprengen.
Der Trend zum integrierten Auslandssemester
Immer mehr Studiengänge integrieren ein oder zwei Auslandssemester deshalb als verpflichtenden, elementaren Teil des Studiums von vorn herein in den Studienverlauf: Alle Teilnehmer eines solchen Programms verbringen also zu einem bestimmten Zeitpunkt ihres Studiums ein oder zwei Semester an einer bestimmten Partnerhochschule, die sie dann allerdings nicht frei wählen können. Die ausländischen Studienleistungen werden selbstverständlich voll anerkannt.
Der Vorteil: weniger Organisationsaufwand und kein Zeitverlust.
Alle Studiengänge mit integrierten Auslandsaufenthalt haben den Vorteil, dass Studierende Auslandserfahrungen sammeln können, ohne Studienzeitverlängerung und ohne großen Organisationsaufwand: Studiendauer, Studienverlauf sowie die Anerkennung von Studienleistungen und –abschlüssen sind von vornherein geregelt, die im Ausland häufig erhobenen Studiengebühren entfallen oder sind doch zumindest ermäßigt. Solche integrierten Auslandssemester sparen also eine Menge Zeit, Geld und Nerven.
Noch mehr Ausland: binationale Studiengänge
Wer mehr als ein oder zwei Semester ins Ausland will, sollte sich über sogenannte binationale Studiengänge informieren. Hier ist der Arbeitsaufwand allerdings größer, denn die Studierenden verbringen nur die eine Hälfte ihres Studiums an einer deutschen Hochschule, die andere Hälfte an einer Hochschule im Ausland. Dabei ist genau vereinbart, welche Teile des Studiums an welcher Uni absolviert werden. Am Ende steht ein Doppeldiplom – ein deutscher Abschluss und einer an der kooperierenden Hochschule im Ausland.


