Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Heute Frankfurt, morgen Florenz
Ein Auslandssemester verspricht verbesserte Sprachkompetenzen, interkulturelles Wissen und spannende Abenteuer. Der richtige Zeitpunkt für eine solche Unternehmung sollte wohl überlegt sein. Planung und Organisation sind dabei unerlässlich.
In vielen Studienordnungen ist es schon festgeschrieben: ein Auslandssemester. Manchmal ist auch ein spezielles Semester dafür vorgesehen und reserviert. Das hängt aber von der Hochschule und den Studienbestimmungen ab. In Magister- oder Diplomstudiengängen bietet sich das fünfte Semester an, also nach der Zwischenprüfung. Im Bachelor-Studium wird vielfach das dritte Semester empfohlen, sollte kein reguläres Auslandssemester in das Curriculum integriert sein.
Damit das Auslandssemester in jedem Fall ein Erfolg wird, sollten sich Studierende genug Zeit nehmen (Experten raten zu rund einem Jahr), um den Aufenthalt zu planen und organisieren. Denn neben der Wahl der passenden Hochschule, sollte auch die Finanzierung geklärt sein. Studiengebühren sind im Ausland gängig. Ein Stipendium kann hier die Lösung sein. Dies bedeutet allerdings, sich an die Bewerbungsfristen zu halten.
Die Chance erkennen
Eine globalisierte und multikulturelle Welt macht fremdsprachliche Fähigkeiten heutzutage unabdingbar. Und nicht nur in international orientierten Studiengängen ist ein Auslandssemester ratsam. Ein Semester im Ausland kann auch zur Vertiefung oder Spezialisierung der eigenen Studien genutzt werden. Besonders wenn sich Studierende an einer renommierten Hochschule im Ausland einschreiben oder ein begehrtes Stipendium ergattern, kann das der beruflichen Karriere später dienlich sein.
Auch nach dem Studium kann ein Auslandssemester eingelegt werden. Dies kann auch zur Überbrückung bis zum Beginn eines Master-Studiums dienen. Allerdings entfällt in dieser Zwischenphase der Studentenstatus, so dass vielmehr zu einer Sprachreise oder einem Praktikum geraten wird.
Wie auch immer die Gründe für ein Auslandssemester sind: Studierende sollten darauf achten, dass sie bei Spezialisierungswünschen die Landes- und Unterrichtssprache beherrschen. Ansonsten können die eigenen Vorlieben oder Studieninhalte den Ausschlag geben, aber auch Partnerhochschulen, die den Austausch erleichtern.


